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21.06.2011

Hybridwälzlager mit besonderem Korrosionsschutz

Wälzlager, die in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, müssen vielfältigen Herausforderungen standhalten. Chemische Belastungen, schwankende Temperaturen, ständige Verschmutzung und häufige Reinigung mit Wasser oder aggressiven Reinigungsmitteln beeinflussen die Lebensdauer. Für den Einsatz in Getränkeabfüllanlagen führt Blässinger korrosionsbeständige Sonderwälzlager aus druckstickstofflegiertem Stahl, die auch unter ungünstigen Bedingungen störungsfrei laufen.

Die notwendige Fett- bzw. Ölschmierung von Standard-Wälzlagern kann Verunreinigung der Prozessräume und damit der Lebensmittel verursachen. Undichte geschlossene Stahllager führen nicht nur zu Schmiermittelverlust und damit zum Lagerausfall, sie begünstigen auch erhöhte Keimbildung im bzw. am Wälzlager. Durch die offene Variante der Sonderwälzlager ohne Schmierstoff wird ein Reinigen und Desinfizieren mit Heißdampf und beispielsweise Essigsäureverbindungen ermöglicht und so die Forderung nach Keimfreiheit erfüllt.

Hochdruckstickstofflegierung für längere Lebensdauer

Die Hybridwälzlager aus druckstickstofflegiertem Stahl sind nicht nur absolut zuverlässig, wartungsarm und für den Betrieb bei hohen Drehzahlen geeignet, sie weisen auch im Vergleich zum Lagerstahl AISI 440C eine um das 100-fache höhere Korrosionsbeständigkeit in feuchter und nasser Umgebung aus. Damit sind diese Sonderlager ideal für den Einsatz in der Aseptik, bei Schmierung mit Prozessmedien und bei Trockenlauf geeignet. Zudem zeichnen sie sich durch hohe Härte und Wälzfestigkeit, gute Zähigkeit, hohe Verschleißbeständigkeit, eine lange Lebensdauer und damit geringe Betriebskosten aus.